Die postpartale Depression wird im Volksmund auch Wochenbettdepression genannt. Zu ihr zählen im Allgemeinen alle schwereren, länger andauernden und behandlungsdürftigen, depressiven Erkrankungen, die im ersten Jahr nach der Entbindung auftreten. Zehn bis 15 Prozent aller Frauen entwickeln in der Zeit nach der Geburt ihres Kindes Wochenbettdepressionen. Etwa drei Viertel aller postpartalen Depressionen und Psychosen betreffen Frauen, die zum ersten Mal ein Kind bekommen. Ursachen für die Depression können Schwangerschaftskomplikationen, ein traumatisches Geburtserlebnis, aber auch soziale Faktoren, wie die Neufindung Mutterrolle sein. Australische Forscher fanden heraus, dass auch fast jeder zehnte Vater nach der Geburt eines Kindes ähnliche Symptome zeigt, wie Mütter bei der Wochenbettdepression. Die Wochenbettdepression ist gut behandelbar. Wer unter ihr leidet, sollte daher zügig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Hättest du es gewusst? Etwa zwischen 25 bis 50% aller Mütter zeigen im Laufe der ersten Woche nach der Entbindung Symptome des so genannten „Baby blues“, einer kurz andauernden depressiven Verstimmung. Diese klingt jedoch bei den meisten Frauen nach der ersten Woche wieder ab.

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