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Das Trommelfell ist eine dünne Membran, die sich am inneren Ende des Gehörgangs befindet und ihn zum Mittelohr abschließt.
Der Mensch besitzt ein etwas 0,1mm dickes und etwas 85 mm² großes Trommelfell, von dem aber effektiv nur 55 mm² Schall aufnehmen können.
Die Oberfläche des Trommelfells glänzt und wirft einen charakteristischen Lichtreflex. Das Trommelfell ist „Taubengrau“ und wird durch Schallwellen in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen werden bis ins Innenohr weitergeleitet.
Hättest du es gewusst: Alle Landwirbeltiere besitzen ein Trommelfell. Die einzigen Ausnahmen sind Schleierlurche, Schwanzlurche, Doppelschleichen und Schlangen. Diese Tiere sind faktisch taub.
Krankheiten
• Durch äußere Einflüsse kann das Trommelfell schwer geschädigt werden.  So kann durch harte Gegenstände leicht eine direkte Verletzung des Trommelfells entstehen (Perforation).
• Eine indirekte Verletzung kann die Trommelfellzerreißung (Ruptur) sein. Ausgelöst werden kann sie durch einen Schlag auf das Ohr oder eine Explosion.
• Weitere Risiken für das Trommelfell sind Mittelohrentzündungen, Barotraumata (Verletzungen durch Druck) und Schädelbrüche
• Wenn das Trommelfell perforiert ist, kann das Hörvermögen beeinträchtigt sein. Eine Perforation birgt vor allem aber die Gefahr des Eindringens von Krankheitserregern (vor allem durch Wasser) ins Mittelohr.
• Traumatische Trommelfellperforationen besitzen eine gute Tendenz zur Spontanheilung. Tritt diese nicht ein, kann der Trommelfelldefekt für gewöhnlich operativ verschlossen werden. Man spricht in diesem Fall von einer Tympanoplastik.