Jedes Jahr ertrinken in Deutschland mehrere Hundert Menschen. Allein 2014 gab es laut DLRG 392 Opfer von Badeunfällen. Gut 70 Prozent starben dabei in Binnengewässern, wie Flüssen, Seen und Kanälen. Etwa 30 Prozent ließen ihr Leben in den Wellen von Nord- und Ostsee. Kleinkinder verunglücken tendenziell eher im Schwimmbad, dem eigenen privaten Gartenteich oder Swimmingpool. Bis zu einem Alter von 15 Jahren ist der Tod durch Ertrinken nach Verkehrsunfällen der zweithäufigste Unfalltod bei Kindern. Aber auch ältere Menschen sind in besonderem Maße gefährdet. So sind über 50 Prozent der ertrunkenen Männer und Frauen jenseits der 50. Dabei sind Männer mit 80 Prozent der tödlichen Badeunfälle deutlich stärker vom Ertrinken bedroht als Frauen. Der größte Lebensretter auf dem Wasser ist die DLRG, die seit ihrer Gründung 1950 bereits über 67.000 Menschen vor dem nassen Tod bewahren konnte und allein 2014 773 Menschenleben rettete.

Hättest du es gewusst? Wenn Kinder nach dem Schwimmen immer wieder anfangen zu husten, generell Probleme beim Atmen haben, müde und vergesslich erscheinen oder sich übergeben, sollten Eltern einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich um sogenanntes trockenes Ertrinken handeln, dass noch Tage nach dem Plantschen möglich ist, und durch Einatmen von Wasser während des Schwimmens ausgelöst wird.

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