In Deutschland schreibt das Bestattungsgesetz vor, wie man mit Verstorbenen umzugehen hat. Das deutsche Recht regelt eindeutig, dass Leichname nur auf Friedhöfen bestattet werden dürfen, Ausnahmen sind Seebestattungen oder ein Waldfriedhof. Dabei wünscht sich heute nur noch jeder zweite Bundesbürger ein Grab auf dem Friedhof. Als erstes Bundesland hat Bremen deshalb den Friedhofszwang von 1934 abgeschafft. In der Hansestadt ist es nun erlaubt, die Asche von Angehörigen unter Einhaltung bestimmter Vorgaben auch im heimischen Garten zu verstreuen. Wer nicht in Bremen wohnt und dem Friedhofszwang dennoch entgehen möchte, kann dies mit Hilfe Deutscher Bestattungsunternehmen versuchen. Einige der rund 4000 Unternehmen in Deutschland ermöglichen es Angehörigen, die Verstorbenen im Ausland verbrennen und sich deren Asche dann später per Post zuschicken zu lassen.

Hättest du es gewusst? Der größte Friedhof der Welt ist der Wadi Al-Salam im Irak. Er erstreckt sich über die beeindruckende Fläche von 1310 Fußballfeldern.