Verbrennungen und Verbrühungen sind die zweithäufigste Unfallursache bei Kleinkindern. 80 Prozent aller Unfälle geschehen in Küche und Bad. Bereits eine kleine Tasse mit heißer Flüssigkeit wie Tee, kann bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen. Gefährlich sind Verbrennungen bei Kleinkindern bereits schon, wenn über 5 Prozent der Hautoberfläche betroffen sind, wobei die Handfläche des Kindes etwa einem Prozent seiner Körperoberfläche entspricht. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Sofortmaßnahmen bei Verbrennungen und Verbrühungen einzuleiten sind. Als erstes sollte die Kleidung entfernt werden. Allerdings nur, wenn diese nicht bereits mit der Haut verschmolzen ist. Danach sollten die betroffenen Hautstellen gekühlt werden. Am besten unter fließendem Wasser, aber nicht zu kalt. Auf Hausmittelchen wie Mehl oder Öl sollte verzichtet und der Einsatz von Eis und Eiswasser unbedingt vermieden werden. Bei größeren Verbrennungen oder Verbrühungen sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte man nach Verbrennungen grundsätzlich in einer Klinik vorstellig werden.

Hättest du es gewusst? Um die Überlebenschance von Brandopfern zu erhöhen, wird bei großflächigen Verbrennungen der Haut mittlerweile auf ein Kulturhautverfahren zurückgegriffen, bei dem im Labor patienteneigene Haut nachgezüchtet und anschließend auf die Wunden übertragen wird.