Ratten- oder Schneckengift in Leberwurst, Glassplitter in Frikadellen, Rasierklingen in Schinkenwurst, fast täglich müssen Hunde grausam verenden, weil Tierquäler vergiftete Leckerli für sie ausgelegt haben. Generell wird in größeren Städten häufiger Gift ausgelegt als in kleineren Orten. Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Grünanlagen geboten. Je nach Gift treten unterschiedliche Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Krämpfe oder Bewusstlosigkeit auf. Auch die Zeit, bis das Gift wirkt, variiert – so dauert es bei großen und schweren Hunden in der Regel länger als bei kleinen. Hat der Hund nun wirklich vom Köder gefressen, ist Eile geboten. Häufig kann der Tierarzt nur innerhalb der ersten Stunde nach der Vergiftung noch erfolgreich Gegenmaßnahmen einleiten. Kohletabletten sind bei Vergiftungen ein adäquates Mittel zur Erstmaßnahme. Wer Giftköder entdeckt, sollte dies umgehend dem Ordnungsamt mitteilen.

Hättest du es gewusst? Wer giftige Köder auslegt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und macht sich wegen Sachbeschädigung schuldig, da Hunde und Katzen als Sacheigentum gelten. Bei einem Verstoß gegen § 17 des Tierschutzgesetzes droht dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.