Über viele Jahre galt die Bettwanze in Deutschland als nahezu ausgestorben. Doch seit etwa 13 Jahren ist in Europa wieder eine starke Zunahme von Befällen mit Bettwanzen zu verzeichnen. Genaue Zahlen über die Ausbreitung der blutsaugenden Parasiten gibt es nicht, da der Wanzenbefall nicht meldepflichtig ist. Dennoch gibt der Berliner Landesverband der Deutschen Schädlingsbekämpfer an, dass sich die Zahl ihrer Einsätze gegen die unerwünschten 4,5 bis 8,5 Millimeter großen Bettgenossen, von 2007 bis 2013 vervierfacht hat. Bettwanzen sind nachtaktiv, für gewöhnlich rotbraun, flach und haben sechs Beine. Sie verfügen über einen äußerst scharfen Stechrüssel und sind ausgesprochen lichtscheu. Auf ihren nächtlichen Blutsaugetouren hinterlassen sie wahre Stichstraßen auf der Haut. Häufig mit fingernageldicken, juckenden Quaddeln. Auch allergische Entzündungen oder Asthmaanfälle können von Bettwanzen ausgelöst werden. Eine einzelne weibliche Wanze kann bis zu 500 Eier legen, aus denen nach nur 14 Tagen die Larven schlüpfen. Allein deshalb wird bei ihrer Bekämpfung zu spezialisierten Kammerjägern geraten.

Hättest du es gewusst? Eines der sichersten Anzeichen für einen Bettwanzenbefall ist der süß-widerliche Geruch, der vor allem bei stärkerem Befall auftritt. Bettwanzen besitzen Stinkdrüsen, aus denen ein öliges Sekret austritt. Dieses dient der Fortpflanzung, aber auch der Abwehr von Feinden.