Deutschland gilt als das Land der Kaffeefahrten. Immerhin machen hier jährlich rund 5 Millionen Menschen eine solche Fahrt. Teilnehmer sind typischerweise Rentner, die das Angebot einer scheinbar billigen Ausflugsfahrt mit Kaffee und Kuchen nutzen. Doch leider entpuppen sich die lustigen Fahrten ins Grüne nicht selten als unseriöse Verkaufsveranstaltungen und Werbefahrten. In einem solchen Fall, werden die Reisenden meist durch gezielt geschultes Begleitpersonal dazu genötigt, ein vom Reiseveranstalter angebotenes, häufig aber minderwertiges, überteuertes Produkt zu kaufen. Dabei reicht die Produktpalette vom wirkungslosen Heilmittel, über Rheumadecken bis hin zu Kochtöpfen und Bügeleisen. Menschen die dennoch unbedingt an einer Kaffeefahrt teilnehmen wollen, wird deshalb von Verbraucherschützer empfohlen, möglichst wenig Geld und keine EC Karte mitzunehmen, damit sie auch unter Druck nicht viel ausgeben können.

Hättest du es gewusst? Verkäufer, die auf Kaffeefahrten Heilmittel, wie Magnetmatten oder Rheumadecken anbieten und gleichzeitig auf deren heilende oder schmerzlindernde Wirkung hinweisen, verstoßen gegen das Heilmittelwerbegesetz. Kommt daraufhin ein Vertrag zustande, ist er unwirksam und der Käufer muss den Kaufpreis nicht bezahlen.

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