Ob eine Schnitzerei aus Elfenbein oder Nashornpulver zur Bekämpfung von Krankheiten, der illegale Handel mit bedrohten Arten und Wildtierprodukten boomt und ist vor allem in Asien ein Milliardengeschäft. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen beziffert den jährlichen Gesamtwert der blutigen Geschäfte auf 147 Milliarden Euro. Damit gehört der illegale Artenhandel, neben unerlaubtem Waffen-, Drogen-, Waren- und Menschenhandel zu den einträglichsten Sparten der internationalen Kriminalität. Trotz globalem Handelsverbot wurden 2013 über 41 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt und über 20.000 der schätzungsweise 430.000 bis 690.000 noch lebenden Elefanten in Afrika gewildert. Bei den rund 25.000 afrikanischen Nashörnern ist die Lage noch dramatischer: Allein in Südafrika wurden 2013 1.000 Tiere getötet. Und alleine der deutsche Zoll stellte 2014 118.000 geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie daraus hergestellte Waren sicher.

Hättest du es gewusst? Die Wilderei in Südafrika ist nach Einschätzung des WWF zwischen 2007 und 2013 um 8000 Prozent angestiegen. So lebt in Kenia das letzte männliche nördliche Breitmaulnashorn.  Es wird rund um die Uhr von 40 bewaffneten Rangern mit automatischen Waffen vor Wilderern beschützt.

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