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In Deutschland ist Bürgern, die keine Vorstrafe haben, unter bestimmten Voraussetzungen der Besitz von  Waffen bzw. entsprechender Munition gestattet. Der Waffenbesitz wird in Deutschland seit 1972 bundeseinheitlich durch ein Waffengesetz geregelt, das den privaten Waffenbesitz zum Zweck der inneren Sicherheit kontrollieren und den illegalen Waffenbesitz und Waffenhandel bekämpfen soll.

Seit 2013 das Nationale Waffenregister eingeführt wurde, liegen präzise Zahlen zum Thema Waffenbesitz in Deutschland vor: Insgesamt sind 5,4 Millionen legale Schusswaffen in Privatbesitz registriert, die meisten in Bayern (1,1 Millionen), Nordrhein-Westfalen (1 Million) und Baden-Württemberg (700.000). Im internationalen Vergleich liegt Deutschland, was das Arsenal an legalen Waffen pro Einwohner betrifft, hinter den USA, der Schweiz und Finnland auf Platz vier, vor Mexiko, Südafrika und Russland. Die Zahl der illegalen Schusswaffen in Deutschland schätzt die Polizeigewerkschaft auf bis zu 20 Millionen. Durchschnittlich sterben in Deutschland rund 70 Menschen durch Schusswaffen bei Angriffen und Unfällen pro Jahr.

 

 

Hättest du es gewusst:

Ob die Bezeichnung für Pistole von dem tschechischen Wort "pistale" (Pfeife, Rohr) kommt oder auf die Waffenfabrik im italienschen Pistoia verweist, ist bis heute umstritten. Fest steht: Der Begriff hatte sich bereits Ende des 16. Jahrhunderts durchgesetzt und wird bis heute für alle Handfeuerwaffen gebraucht, deren Munition im Magazin - und nicht wie beim Revolver in einer Trommel - liegt.

 

  • Zu Beginn des 14. Jahrhunderts, vermutlich im Jahr 1308, also vor 700 Jahren, wurde in Europa die erste Kanone abgefeuert.
  • Bauchschüsse können zum Tod durch Peritonealschock führen oder bergen die Gefahr der Bauchfellentzündung.
  • Der Schützenverein (auch Sportschützenverein oder Schützenbruderschaft) in seiner heutigen Form entstand im frühen 19. Jahrhundert im Gefolge der napoleonischen Kriege.
  • Das organisierte Schützenwesen in Deutschland reicht bis ins Mittelalter zurück. Die ältesten noch heute bestehenden Schützenvereine sind mehrere hundert Jahre alt.
  • Ein Verstoß gegen die Pflicht zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung einer Waffe ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße von bis zu 10 000 Euro geahndet werden.

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