Mehr zum Thema Brautentführung

 

Die Brautentführung stellt einen besonders in Süddeutschland weit verbreiteten Volksbrauch während der Hochzeitsfeier oder des Hochzeitsessens dar. Meist sind es die guten Freunde, die die Braut entführen. Dabei ziehen die Entführer mit der Braut von Kneipe zu Kneipe, wobei der Bräutigam oder der Trauzeuge der Braut jedes Mal die Zeche zahlen soll. Heute wird es meist toleranter gehandhabt. Die Entführer gehen an einen bestimmten Ort, z. B. ein öffentliches Gebäude und hinterlassen ein paar Hinweise, um die Suche zu erleichtern. Das Auslösen kann mit einer Aufgabe für den Bräutigam verbunden sein. Beispielsweise eine künstlerische Darbietung, Abwaschen für die nächsten Wochen oder Ähnliches. Die Brautentführung kennt zahlreiche regionale Ausprägungen.

In älteren Abhandlungen über Hochzeitsbräuche in Deutschland findet sich nur selten die Erwähnung der Brautentführung. Hier erscheint vielmehr das heimliche Stibitzen eines Brautschuhs während des Hochzeitsessens als üblicher, wobei nach Entwenden des Schuhs dieser mit Blumen und glücksbringenden Symbolen wie etwa Störchen (Hinweis auf Kindersegen) geschmückt wird. Daraufhin wird ein mit Rotwein gefülltes Weinglas hineingestellt und der Schuh auf dem Tisch platziert. Nachdem sich das Brautpaar die ersten Schlucke genehmigt hat, wird das Glas immer wieder nachgefüllt und die ganze Hochzeitsgesellschaft trinkt daraus. Der Brauch endet damit, dass die Braut ihren Schuh zurückerhält und der Bräutigam bzw. der Brautführer die Zeche bezahlt. Hierbei wird der Schuh als segenstragender Gegenstand verstanden, welcher die Ehe heiligen soll.

 

Hättest du es gewusst: Die Brautentführung stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Zu jener Zeit lag das Recht der ersten Nacht beim Adel bzw. Klerus. Es war Gang und Gäbe, dass sich der Adel und der Klerus dieses Recht auch holten, indem sie die Bräute von ihren Untertanen in der Hochzeitsnacht abholen und zu sich bringen ließen.

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  • „Anscheinswaffe“ ist ein Begriff aus dem Waffenrecht. Damit werden Gegenstände bezeichnet, die echten Waffen täuschend ähnlich sehen.
  • Gemäß § 42a Nr. 1 Waffengesetz dürfen Anscheinswaffen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden. Sie müssen in einem verschlossenen Behältnis, nicht zugriffs- und nicht schussbereit, transportiert werden. Ausnahmen gelten unter anderem im Fall von Brauchtumsveranstaltungen (z. B. Umzügen).
  • Ein Verstoß gegen das Führen von Anscheinswaffen ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Geldbuße bis zu zehntausend Euro geahndet werden.
  • Im Jahr 2014 wurden in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt 386.134 Ehen geschlossen.
  • Gemäß § 21 II StVO ist die Mitnahme von Personen auf der Ladefläche oder in Laderäumen von Kraftfahrzeugen verboten. Dies gilt nicht, soweit auf der Ladefläche oder in Laderäumen mitgenommene Personen dort notwendige Arbeiten auszuführen haben.

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