Menschenbisse entstehen zu 80 Prozent im Streit, in 56 Prozent der Fälle infolge von Schlägereien. Bei den restlichen 20 Prozent der ärztlich behandelten Bissverletzungen handelt es sich um sogenannte Liebesbisse, die im Zuge von sexuellen Handlungen entstehen. Aber auch diese gut gemeinten Bisse sind gefährlich, gefährlicher sogar als Hunde- oder Katzenbisse. Während die Infektionsraten beim Hundebiss gerade mal bei 10 bis 20 Prozent liegen, sind es beim Katzen- und Menschenbissen bereits 45 bis 55 Prozent. Ursache dafür ist, dass in einem einzigen Milliliter menschlichem Speichel oftmals hundert Millionen krank machender Bakterien und Viren schwimmen, die gepaart mit menschlicher Beißwut zu schweren Infektionen und Krankheiten wie Streptokokken, Tetanus, Hepatitis B und HIV führen können.

Hättest du es gewusst? Menschen in Stresssituationen beißen öfter herzhaft zu. Deshalb sind besonders Berufsgruppen wie Pflegekräfte, Fahrkartenkontrolleure und Ordnungshüter aber auch Sportler aus dem Fußball und Boxsport einem erhöhten Bissrisiko ausgesetzt.

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