Als Schwarzarbeitsstrich oder auch Tagelöhnermarkt wird ein Straßenabschnitt genannt, an dem arbeitswillige Menschen, oftmals Armutseinwanderer, darauf warten, für die Dauer eines oder weniger Tage, gegen Entgelt, illegal beschäftigt zu werden. In wenigen deutschen Städten ist die Existenz eines solchen Arbeiterstrichs bekannt. Neben München, Hamburg, Dortmund, Duisburg und Frankfurt ist insbesondere ein Abschnitt der Venloer Straße im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ins Visier der Zollfahnder geraten. Die ungelernten Hilfskräfte, meist männlich und bulgarischer oder rumänischer Abstammung, die an dem Straßenabschnitt stehen, verkaufen sich an den nächstbesten Auftraggeber - in der Hoffnung auf ein paar Euro. Stundenlöhne zwischen 2,50 Euro und 5 Euro sind dabei keine Seltenheit. Meist sind die Auftraggeber selbständige Handwerker oder Baufirmen. Ihnen drohen für die illegale Beschäftigung der Arbeiter Geldstrafen bis zu 300.000 Euro und mehrjährige Freiheitsstrafen.

Hättest du es gewusst? Der deutsche Zoll leitete allein 2014, mehr als 100.000 Verfahren wegen Schwarzarbeit ein, der dadurch entstandene Schaden summiert sich fast auf 800 Millionen Euro. Die Dunkelziffer liegt jedoch um ein vielfaches höher