Unter Autoaggression versteht man ein Verhalten, bei dem sich die Betroffenen absichtlich Verletzungen oder Wunden zufügen. Besonders Jugendliche im Teenageralter, überwiegend Mädchen, neigen zu autoaggressiven Verhaltensweisen. Oft wird eine verdeckte Aggression gegen andere in eine Autoaggression umgewandelt. In den häufigsten Fällen von Autoaggression kommt es durch Schnitte mit Messern, Scheren, Rasierklingen und anderen scharfen Gegenständen zur Selbstverletzung der Haut. Ebenfalls möglich sind Verbrennungen, Verbrühungen, Verätzungen oder Manipulation von bereits vorhandenen Wunden. Viele Betroffene versuchen durch die Verletzungen seelischen Druck abzubauen. In Deutschland haben sich schätzungsweise 800.000 Menschen schon mehrmals in ihrem Leben selbst verletzt. Hinter den Selbstverletzungen verbergen sich oft psychische Störungen wie die Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Hättest du es gewusst? Eine besondere, sehr entstellende Art der Selbstverletzung ist die Trichotillomanie. Die Patienten reißen sich dabei zwanghaft die eigenen Haare aus, bis der Kopf fast kahl ist.