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Laut Weltgesundheitsorganisation muss von 1,2 Millionen blinden und sehbehinderten Deutschen ausgegangen werden. Nur etwa 1−2 % der Blinden in Deutschland besitzen einen Blindenführhund. Der Blindenführhund „im Dienst“ ist an seinem weißen Führgeschirr erkennbar. Dies ist ein Verkehrsschutzzeichen, das alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksicht verpflichtet. In Deutschland gilt der Blindenführhund als Hilfsmittel im Sinne des Krankenversicherungsrechts und die Kosten werden bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen von den Krankenkassen übernommen. Die Ausbilder bevorzugen bestimmte Rassen, wie Schäferhunde, Golden Retriever oder Labradore. Wenn der Hund ein Jahr alt ist, beginnt seine sechs bis acht Monate dauernde Ausbildung. Insgesamt lernt der Hund in seiner Ausbildung etwa 30 bis 40 Hörzeichen. Dazu zählen "rechts" und "links", "Such Zebra", das heißt, der Hund muss den Zebrastreifen suchen, oder "Such Box", also "such den Briefkasten".

Hättest du es gewusst? Dass Blindenhunde die Farbe des Ampelmännchens erkennen können, ist ein Gerücht. Der Blindenhund lernt zwar während seiner Ausbildung das Hörzeichen "Such Ampel" und springt an der Ampel hoch, sobald er sie gefunden hat, doch wann die Ampel grün wird, kann der Hund nicht erkennen. Das muss der Blinde über das Piepen feststellen, aus dem Verkehrslärm schließen oder aber andere Passanten fragen.