Pornografie ist längst kein Randphänomen mehr. Untersuchungen zum sexuellen Internetverhalten von Minderjährigen ergaben, dass 93% der Jungen und 62% der Mädchen im letzten Jahr Kontakt mit Internetpornografie hatten. Pornografie im Internet ist demnach ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. Der globale Jahresumsatz der Pornoindustrie wird auf circa 50 bis 90 Milliarden Euro geschätzt. Dabei kann jeder mit relativ einfachen technischen Mitteln Bilder und Videos ins Netz stellen und weltweit verbreiten. Umfragen zufolge hat schon fast jedes fünfte Mädchen und jeder zehnte Junge einmal erotische Fotos oder auch Videos von sich verschickt. Die Folgen sind oft fatal: So landet ein kompromittierendes Video zwar mit nur einem einzigen Klick im Internet, bleibt aber womöglich für immer im Netz zu finden. Opfer von Cybermobbing finden unter anderem Hilfe bei der Selbstschutz-Plattform „Juuma“, der „Nummer gegen Kummer“ oder Pro Familia.

Hättest du es gewusst? Einer der ältesten bekannten „Pornos“ der Welt ist in Stein gemeißelt und circa 4.000 Jahre alt. Gefunden wurde dieses Felsbild im Nordwesten Chinas, in der Region Xinjiang. Es handelt sich um ein Bild aus vier Szenen und vier zusätzlichen “Skizzen“, auf denen ein prähistorisches Fruchtbarkeitsritual zu sehen ist.