Der morbide Spruch vom Organspender auf zwei Rädern wird Jahr für Jahr in den deutschen Unfallstatistiken über Motorradfahrer bestätigt: Biker sind potentielle Verkehrsopfer. Rund 17% der bundesweit getöteten Unfallopfer waren mit dem Motorrad unterwegs. Die Wahrscheinlichkeit auf einem Motorrad tödlich zu verunglücken, ist um ein 14-faches höher, als beim Autofahren. Die Polizei muss dabei nach wie vor feststellen, dass rund 65% der Unfälle durch die Motorradfahrer zumindest mitverschuldet waren. 25% der Unfälle geschehen, ohne dass ein anderer Verkehrsteilnehmer involviert ist. Besonders oft werden Kurven zu Biker-Gräbern. Aufgrund zu hoher Geschwindigkeit werden die Fahrer regelrecht aus der Kurve geschleudert  und von der Fahrbahn katapultiert. Unfallschwerpunkt ist dabei seit Jahrzehnten die Landstraße: Fast drei Viertel der Motorradunfälle mit Todesfolge passieren auf Bundesstraßen. Trotz der Gefahren erfreut sich das Motorrad nach wie vor großer Beliebtheit: 138.632 Motorrad-Neuzulassungen verzeichneten die Straßenverkehrsämter im Jahr 2013.

Hättest du es gewusst? Frauen fahren noch immer relativ selten mit motorisierten Zweirädern. Nur knapp 14% der Motorradfahrer sind weiblich.