Im Durchschnitt geraten drei- bis siebenjährige Geschwister alle siebzehn Minuten aneinander. Doch was viele nicht ahnen ist, dass Gewalt zwischen Geschwistern statistisch gesehen die häufigste Form häuslicher Gewalt ist. Am Gefährdetsten sind laut Studien Kinder aus sozial schwachen Familien. Leider können laut einigen Experten aber schon wenige Übergriffe unter Geschwistern im Jahr, bei den betroffenen Kindern psychischen Stress auslösen, der dem von Mobbingopfern ähnelt. Blöd nur, dass Geschwister, anders als zum Beispiel Mobbingopfer in der Schule oder im Beruf, ihrer Notlage nicht entkommen können, da der Täter sie gezwungener Maßen über Jahre, Tag und Nacht begleitet. Kein Wunder also, dass die Rate für seelische Störungen wie Depressionen, Angstzustände und selbstverletzendem Verhalten bei jungen Erwachsenen, die als Kinder von ihren Geschwistern gemobbt wurden, doppelt so hoch ist wie bei anderen Gleichaltrigen.

Hättest du es gewusst? Wer zu Hause Mobbingopfer ist, gerät auch in der Schule zwei- bis dreimal so häufig in diese Rolle wie andere.