Insgesamt 2,2 Milliarden Euro Mietschulden verzeichnen Vermieter derzeit bundesweit. Jeder vierte Vermieter in Deutschland gibt an, schon einmal Ärger mit den Mietern wegen verspäteter oder gar nicht gezahlter Mietzahlungen gehabt zu haben. Bereits nach zwei ausstehende Monatsmieten können Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen. Wenn die Miete mehrmals unregelmäßig gezahlt wird, kann der Vermieter seinem Mieter innerhalb der gesetzlich vergebenen Frist kündigen. In den wenigsten Fällen steht hinter ausstehender Mietzahlung jedoch Kalkül. Nur etwa 15.000 Menschen gelten als „Mietnomaden“, die meisten Mieter geraten unbeabsichtigt in die Schuldenfalle. Wenn auch Du deine Miete nicht mehr zahlen kannst, solltest Du dich umgehend mit deinem Vermieter oder der Hausverwaltung in Verbindung setzen, um eine Lösung zu finden. Solltest Du langfristig mit den Mietzahlungen finanziell überfordert sein, kann eine Schuldnerberatung dir Wege aus der Zahlungsunfähigkeit aufzeigen. Unter www.forum-schuldnerberatung.de findest Du Adressen von Schuldnerberatungsstellen in deiner Nähe.

Hättest du es gewusst? In bestimmten Fällen kann das Sozialamt Mietleistungen oder Mietschulden übernehmen. Frag bei deiner örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach, ob du eventuell einen Anspruch auf Unterstützung bei deinen Mietzahlungen (Wohngeld) hast.