Zivilcourage, übersetzt „Bürgermut“ oder sozialer Mut im Alltag, kann jeder. Man sollte allerdings helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Manchmal kann schon ein lautes Wort oder eine kleine Geste den Täter von seinem Vorhaben abbringen. Denn Hilfe zu leisten ist keine Option, sondern Pflicht und unterlassene Hilfeleistung strafbar. Sie kann mit bis zu einem Jahr Haft oder mit Geldstrafe geahndet werden. Deshalb sollte man zumindest Aufmerksamkeit erzeugen und Andere zur aktiven und direkten Mithilfe auffordern. Zudem gilt es, den Notruf 110 zu wählen, sich Täter-Merkmale einzuprägen und sich unverzüglich um das Opfer zu kümmern. Weitere Informationen gibt es auf der Website für mehr Zivilcourage des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) - www.aktion-tu-was.de.

 

Hättest du es gewusst? Das Gefühl der Eigenverantwortung nimmt mit zunehmender Anzahl an Beobachtern einer Notsituation ab, das der Verantwortungsverteilung hingegen zu. Dieser sogenannte Bystander-„Zuschauer“-Effekt führt dazu, dass Augenzeugen mit geringerer Wahrscheinlichkeit helfend eingreifen, je mehr andere Zuschauer anwesend sind.