Die ersten in Massen produzierten Gartenzwerge wurden 1872 in einer Terrakotta-Manufaktur in Thüringen hergestellt. Seitdem sind sie unermüdlich in deutsche, aber auch ausländische Gärten vorgedrungen. Schätzungen zufolge gibt es heute bundesweit rund 25 Millionen der bärtigen Zipfelträger. Weltweit sollen es sogar 100 Millionen sein. Und selbst in die Wissenschaft hat es der beliebte Zwerg geschafft. Die Lehre der Gartenzwerge wird Nanologie genannt und untersucht insbesondere die Historie des Zwerges. Dass der Gartenzwerg eine lange Tradition hat, zeigt sich daran, dass er bereits die Gärten barocker Schlösser, Residenzen und Stifte zierte. In der Zeit des Nationalsozialismus´ wurde die Verbreitung der Gartenwichtel jedoch eingedämmt und an der deutschen Weinstraße sogar verboten. Im Jahr 1981 wurde die Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge gegründet, deren Aufgabe ist, die Verbreitung der Zwergenkunde und die Produktion historisch korrekter Gartenzwerge zu forcieren.

Hättest du es gewusst? Nanus Hortorum Vulgaris, heißt der gemeine mitteleuropäische Gartenzwerg, der unter 68 Zentimeter klein ist, und aus Ton oder Porzellan besteht.