Mehr zum Thema Prostitutionsgesetz: 

Durch das Prostitutionsgesetz, das 2002 die damalige Bundesregierung beschloss, sollte sich die rechtliche und soziale Situation für Prostituierte verbessern. Seitdem gilt Prostitution nicht mehr als sittenwidrig. Wer sexuelle Dienstleistungen anbietet, sollte sich versichern können, Sozialabgaben zahlen – und Geld einklagen können, wenn Kunden nicht zahlen. Diese Möglichkeiten werden aber nur kaum von den Betroffenen genutzt. Nebeneffekt dieser Reform ist allerdings, dass Deutschland eines der liberalsten Prostitutionsgesetze Europas hat, damit ist Deutschland zu einem beliebten Ziel für Sextouristen aus der ganzen Welt geworden. Schätzungen zufolge bieten hierzulande etwa 400.000 Frauen täglich Sex als Dienstleistung an. Der Jahresumsatz im deutschen Prostitutionsgewerbe wird auf 15 Milliarden Euro geschätzt.

Hättest du es gewusst? Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofs sind Frauen, die in Rotlicht-Etablissements arbeiten, steuerrechtlich freiberuflich tätig. Auf ihre Einkünfte müssten nach Auffassung des Bundesrechnungshofs 19 % Mehrwertsteuer fällig werden. Dies wird aber so gut wie nie umgesetzt. Deswegen plant der Bundesrechnungshof eine Pauschalbesteuerung für Prostituierte.