Im Februar 2014 wurde publik, dass ein Hobbyarchäologe und Schatzsucher aus Speyer einen millionenschweren römischen Goldschatz gefunden hat. Aber die Freude des Finders war nur von kurzer Dauer. Da gegen ihn wegen illegaler Grabungen ermittelt wurde, händigte er seinen Fund notgedrungen den Behörden aus. Grundsätzlich gilt nämlich in fast allen Bundesländern, Bayern ausgenommen, das sogenannte Schatzregal. Das bedeutet, dass im Boden gefundene historische Schätze grundsätzlich dem jeweiligen Land gehören. Wer zufällig einen archäologisch wertvollen Schatz findet, erhält aber einen Finderlohn. Wer gezielt nach archäologischen Schätzen sucht, sollte sich um eine Sondergenehmigung der jeweiligen Denkmalbehörde bemühen. Auf Privatgrund darf man nur mit Genehmigung des Eigentümers auf Schatzsuche gehen.

Hättest du es gewusst? Wenn der Schatzsucher auf der Suche nach alten Waffen und Sprengköpfen der zwei Weltkriege ist, macht er sich womöglich strafbar. Der Umgang mit gefundener Munition und Waffenteilen ist nicht nur gefährlich, sondern kann gegen das Waffenrecht verstoßen. Wer alte Waffen oder Sprengkörper findet, sollte unbedingt die Polizei informieren.