Eine Vergewaltigung ist die extremste und schlimmste Form sexualisierter Gewalt. In Deutschland werden laut Polizeilicher Kriminalstatistik jedes Jahr etwa 15.000 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung angezeigt. Allerdings liegt die Dunkelziffer nicht polizeilich gemeldeter Fälle wohl um ein Vielfaches höher. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend, werden nur 5 Prozent der Vergewaltigungen überhaupt angezeigt. Fast jede siebte Frau (13%) zwischen 16 bis 85 Jahren in Deutschland hat schon einmal strafrechtlich relevante Formen von sexueller Gewalt erlebt, die wie Untersuchungen belegen zu 99 Prozent von Männern verübt werden. Die meisten Übergriffe geschehen dabei im gewohnten Umfeld, wie zum Beispiel in der Wohnung, im Auto oder am Arbeitsplatz und sowohl tagsüber als auch nachts. Wer Opfer sexualisierter Gewalt geworden ist, bekommt unter anderem Hilfe bei Beratungsstellen oder Opferhilfsorganisationen wie dem Weissen Ring oder regionalen Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen.

Hättest du es gewusst? Vergewaltigung ist auch in der Ehe und Partnerschaft ein Verbrechen nach § 177 Strafgesetzbuch. Zudem muss eine Anzeige nicht unmittelbar nach der Tat gestellt werden. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung verjähren erst nach zwanzig Jahren.