Ein beunruhigender Trend macht sich in den letzten Jahren unter Schülern und Studenten breit: Um dem steigenden Leistungsdruck gerecht zu werden, greifen Leistungswillige immer häufiger zu Aufputschmitteln. Laut einer Studie der Universität Mainz, hat bereits jeder fünfte Schüler und Studierende in Deutschland Erfahrungen mit leistungssteigernden Mitteln. Rund 80 Prozent der Befragten konnten sich sogar vorstellen, ihrem Gehirn mit leistungssteigernden Medikamenten auf die Sprünge zu helfen, wenn diese frei erhältlich und nebenwirkungsfrei wären. Neben der weitverbreiteten Koffeintablette, wird aber auch immer häufiger zur Modedroge Ritalin, die Unruhe und Hyperaktivität unterdrückt, Antidementiva und Antidepressiva, Betablockern oder Modafinil, ein Mittel gegen Schlafkrankheit, gegriffen. Die medikamentöse Selbstoptimierung hat jedoch einen Hohen Preis. So können viele dieser verschreibungspflichtigen Psychopharmaka sowohl zu starker psychischer Abhängigkeit, als auch zu körperlichen Schäden führen.

Hättest du es gewusst? Einige Gehirndoping-Medikamente, wie beispielsweise Ritalin, unterliegen dem Betäubungsmittelgesetzt, womit deren Beschaffung ohne Rezept, wie auch der Verkauf illegal und somit strafbar ist.