Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig entschied 2013 im sogenannten Burkini-Urteil, dass streng gläubige muslimische Schülerinnen keinen Anspruch darauf haben, vom gemischtgeschlechtlichen Schwimmunterricht (koedukativer Schwimmunterricht) befreit zu werden. Jedoch steht ihnen die Möglichkeit offen, einen Ganzkörperbadeanzug, der nur Hände, Füße und Gesicht unbedeckt lässt, zu tragen. Der sogenannte Burkini ist sprachlich wie stofflich eine Mischung aus Burka und Bikini und wurde in den 80er Jahren von der libanesisch-australischen Designerin Aheda Zanetti entwickelt. Eine 2008 von der Deutschen Islam Konferenz veröffentlichte Studie zeigt allerdings, dass nur etwa 2 Prozent der muslimischen Mädchen aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen.

Hättest du es gewusst? Laut einer Emnid-Studie können knapp 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen und fast 25 Prozent der Erwachsenen in Deutschland gar nicht oder nur schlecht schwimmen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) warnt vor einem weiteren Anstieg der Nichtschwimmer Zahlen.