Rechtsextremismus ist deutschlandweit ein Alltagsproblem. Rund 25.000 Menschen gehören in Deutschland zum organisierten, rechtsextremen Spektrum. 9.500 davon gelten als gewaltbereit. Kaum statistisch zu erfassen sind jedoch rechtsextreme Einstellungen und/oder Vorurteile gegen Menschen mit Migrationshintergrund oder fremder Religion. Schätzungen ergaben, dass jeder vierte Deutsche Ressentiments gegen Mitbürger mit ausländischen Wurzeln hat. Gegen rechtsextremes Denken ist keine gesellschaftliche Gruppe immun. Sowohl Akademiker als auch Menschen mit geringerem Bildungsstand sind, unabhängig von ihrem Anstellungsverhältnis und ihrer Einkommensklasse, häufig migrationskritisch. 37,2% der Deutschen gaben an, dass die Bundesrepublik durch den hohen Ausländeranteil überfremdet.

Hättest du es gewusst? Ausländerfeindlichkeit ist besonders dort in einem hohen Maß vertreten, wo kaum unterschiedliche Bevölkerungsgruppen aufeinandertreffen. So sind in großen Städten, wie Berlin, Hamburg oder Köln, weit weniger Menschen ausländerfeindlich, als Bewohner ländlicher Regionen, in denen kaum Migranten oder Menschen mit Migrationshintergrund leben.