Der Silvesterumsatz von Feuerwerksartikeln steigt seit Jahren stetig an. So setzte die Branche sowohl 2013 als auch 2014 rund 125 Millionen Euro um. Allein 2014 importierte Deutschland etwa 44.000 Tonnen Feuerwerkskörper. Der größte Hersteller (mit etwa 90% aller Feuerwerkskörper) und Exporteur von Feuerwerkskörpern ist China. Doch leider stammen aus dem Ursprungsland des Feuerwerks auch Feuerwerkskörper ohne amtliche Prüfnummer, die nicht den üblichen Sicherheitsstandards entsprechen und schwerste Verbrennungen wie irreparable Verletzungen verursachen können. Solche illegalen Feuerwerkskörper werden meist mit deutlich mehr Schwarzpulver oder stärkeren Sprengstoffen gefüllt. Der Besitz, die Einfuhr und der Verkauf dieser pyrotechnischen Gegenstände, ist hierzulande nach § 5 des deutschen Sprengstoffgesetzes strengstens verboten. Wer die nicht zertifizierten Feuerwerkskörper dennoch zündet und Personen damit gefährdet, muss mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren rechnen. Das Menschen dennoch immer wieder durch Feuerwerkskörper ums Leben kommen zeigt die Silvesternacht 2015, in der drei Bundesbürger ihr Leben ließen.

Hättest du es gewusst? Für Angestellte in Feuerwerksfabriken herrschen strenge Bekleidungsvorschriften. Sie dürfen, einschließlich der Unterwäsche, nur Baumwollkleidung tragen. Synthetische Fasern sind verboten, da sie sich elektrisch auf- und in kleinen Funken entladen könnten, und so versehentlich die Feuerwerkskörper zünden könnten.