Glücksspiele, und dazu wird auch Pokern gezählt, sind in Deutschland grundsätzlich staatlich geregelt. Im Casino ist Pokern erlaubt. Private Pokerrunden um Geldeinsätze oder Sachpreise sind aber nur unter Einhaltung bestimmter Regeln legal. Das Spiel darf nur in privaten Räumlichkeiten organisiert werden. Nur Freunde untereinander dürfen miteinander pokern. Wer jemanden mitbringt, den die anderen nicht kennen, begibt sich schon auf dünnes Eis. Solch eine erweiterte Runde gilt als öffentliches Pokern. Die Pokerrunde darf nur zufällig oder unregelmäßig stattfinden. Nach § 285 des deutschen Strafgesetzbuches macht sich strafbar, wer sich an einem nicht genehmigten öffentlichen Glücksspiel beteiligt. Wer dies trotzdem tut, riskiert Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten oder Geldstrafen bis zu 180 Tagessätzen.

Hättest du es gewusst? In den 1990er Jahren besiegte der Computer "Deep Blue" den Schachweltmeister Garri Kasparow. Nun können Computer bald auch pokern. Wissenschaftler der University of Alberta haben ein Programm entwickelt, das eine Pokervariante nahezu perfekt beherrscht. Wer möchte, kann "Cepheus", so der Name dieser künstlichen Intelligenz, unter http://poker.srv.ualberta.ca/ kennenlernen.