Weiterführende Informationen zum Thema Geschichte des Vibrators

Vor etwa 145 Jahren, im Jahr 1869, ließ sich der US-amerikanische Arzt George Taylor den weltweit ersten Vibrator, den sogenannten "Manipulator", patentieren. Dieser war ein sperriger und kostspieliger dampfbetriebener Stab, der unter eine Liege mit Loch geschraubt wurde, um dort den Intimbereich der Frau bis zum "hysterischen Paroxysmus", sprich Orgasmus, zu massieren. Ein großer Fortschritt, da Genitalmassagen zuvor von Ärzten und Psychiatern in mühevoller Handarbeit durchgeführt wurden. Denn damals hatte der "Manipulator" noch eine rein medizinische Aufgabe. Er sollte das medizinische Mysterium des 19 Jhd., die sogenannte "weibliche Hysterie" lindern. Darunter fassten ratlose Mediziner alle möglichen Symptome zusammen – von unkeuschen Fantasien, über vaginale Feuchtigkeit, bis hin zum Kopf- und Nervenschmerz. Durch das Herbeiführen von Orgasmen sollten diese Leiden gelindert werden. 1883 erfand der britische Mediziner Mortimer Granville dann einen elektromechanischen, batteriebetriebenen Vibrator (immer noch etwa 20 kg schwer), der an eine Art Bohrer erinnerte und eine kleine Kugel an der Spitze hatte, die auf Knopfdruck sanft zu ruckeln begann. Seitdem hat sich viel getan. Heute werden in Deutschland jährlich durchschnittlich zwischen 350.000 und 400.000 Vibratoren verkauft. Und: Glaubt man den Statistiken, benutzt heute jede sechste bis siebte Frau über 18 Jahren und sogar die Hälfte der 35 bis 55-jährigen in der Bundesrepublik Vibratoren.
Hättest du es gewusst? Der Legende nach soll Kleopatra, die legendäre ägyptische Königin und der letzte weibliche Pharao, einen mit Bienen gefüllten Papyrusbeutel zur Stimulation ihrer Klitoris benutzt haben – der erste natürliche Vibrator der Welt.