Der Dreipunktgurt wurde 1985 vom Deutschen Patentamt als eine der acht Erfindungen ausgewählt, die der Menschheit in den letzten 100 Jahren den größten Nutzen brachten. Bislang hat der Anschnallgurt ca. einer Million Menschen das Leben gerettet. Dennoch gurten sich in Deutschland immer noch mindestens fünf Prozent der Autoinsassen auf den Vordersitzen nicht an. Auf den Rücksitzen ist die Quote noch höher. Dabei waren 20 Prozent der tödlich verunglückten Pkw-Fahrer nicht angeschnallt. Nicht angegurtete Rücksitzinsassen können beim Aufprall die Kraft eines Elefanten entwickeln. Ein Kind, das 20 kg wiegt, wird bei einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h mit einem „Schub“ von ca. 1.000 kg nach vorne katapultiert. Bei diesen Zahlen müsste eigentlich jedem PKW-Fahrer einleuchten, dass die Wahrscheinlichkeit einer tödlichen Verletzung nur in Verbindung mit einem Gurt reduziert werden kann. Um genau zu sein sogar um das 10-Fache.   

Hättest du es gewusst? Am 1. Januar 1976 wurde die Anschnallpflicht in Deutschland eingeführt. Die Vorschrift galt allerdings zunächst nur für die Vordersitze und wurde erst 1984 auf die Rücksitze ausgeweitet. Mit Erfolg. Mit noch über 21.300 Verkehrstoten im Jahr 1970, ist diese Zahl bis heute auf weniger als 5.500 gesunken.