Einwegwindeln sind erst seit den 1960er-Jahren auf dem Markt. Vorrangig für Babys entwickelt, kamen sie auch schnell im Kranken- und Altenpflegebereich zum Einsatz. Von Harninkontinenz sind in Deutschland rund 4 Millionen Men­schen betroffen. Besonders bizarr auf Außenstehende wirken Personen, die dem adulten Babysyndrom verfallen sind und ohne medizinischen Anlass Windeln und Gummihosen tragen. Nach einer US-amerikanischen Studie sollen die erwachsenen „Babys“ normaler sein, als man anhand ihrer ungewöhnlichen Neigung annehmen könnte. Die Hälfte der Möchtegern-Babys lebt nach dieser Studie in festen Partnerschaften und geht dabei offen mit der Neigung zu Schnuller und Pampers um.

Hättest du es gewusst? Der Umsatz für Inkontinenz-Produkte stieg in Deutschland im vergangenen Jahr um 7,4 %. Gleichzeitig ging der Umsatz für Baby-Windeln um 0,4 % zurück. Geht die Entwicklung so weiter, werden in Deutschland ab dem Jahr 2067 mehr Windeln an inkontinente Erwachsene als an Babys verkauft.