In Deutschland gelten rund 50 % der Männer und 40 % der Frauen als übergewichtig. Im Schnitt ist jeder Fünfte als adipös einzuschätzen. Nicht immer sind falschen Essgewohnheiten und Bewegungsmangel alleinige Ursachen für die Fettleibigkeit. Auch erbliche Faktoren spielen bei der Entwicklung von Übergewicht eine nicht unerhebliche Rolle. Aber nicht nur die überschüssigen Pfunde werden für die Betroffenen zur Last. In einer bundesweiten Studie wurde festgestellt, dass die große Mehrheit der Bevölkerung mit fettleibigen Menschen negative Stereotype wie „dick, dumm und faul“ verknüpft und übergewichtige deutlich schlechter beurteilt als normalgewichtige Mitbürger. Diese Vorurteile führen zu psychischen Problemen bei den Betroffenen und tragen dazu bei, dass sich das Essverhalten der Übergewichtigen weiter verschlechtert.

Hättest du es gewusst? Schlafmangel begünstigt Gewichtszunahmen. Schlafmangel bewirkt, dass der Leptinspiegel sinkt. Dieses Hormon wird von den Fettzellen des Körpers gebildet und steuert das Hungergefühl. Bei fallendem Leptinspiegel entsteht das Signal ‚Hunger’, obwohl kein Energiebedarf besteht. Die zusätzlich aufgenommenen Kalorien enden schließlich in Fettpolstern. Ausreichender Schlaf ist also wichtig, wenn man Gewicht verlieren möchte.