Seit dem Jahr 2013 gibt es in Deutschland ein nationales Waffenregister. Dort werden in einem Datenpool alle genehmigungspflichtigen Waffen, die in Deutschland im Umlauf sind, gespeichert. Damit erfüllt Deutschland eine Auflage der EU, die ab 2014 ein solches Zentralregister von allen Mitgliedsstaaten verlangt. Insgesamt sind derzeit 5,4 Millionen legale Schusswaffen in Privatbesitz registriert, die meisten in Bayern (1,1 Millionen), Nordrhein-Westfalen (1 Million) und Baden-Württemberg (700.000). Experten schätzen die Zahl der illegalen Schusswaffen in Deutschland auf bis zu 20 Millionen. Will man einen Waffenschein bekommen, muss zunächst ein vom Staat anerkanntes Bedürfnis vorliegen: Jagd, Sport und Sammeln sind die drei häufigsten Gründe, die den Besitz einer Waffe rechtfertigen können. Will man als Sportschütze eine Waffe erwerben, so muss man zuerst ein mindestens einjähriges Training im Verein nachweisen; ein Jäger muss eine umfangreiche Ausbildung absolvieren. Darüber hinaus dürfen die Antragsteller sich nichts zu Schulden kommen lassen. Schon ein Delikt wie Fahren unter Alkoholeinfluss oder ein Verfahren wegen Beleidigung kann sich negativ auf die Genehmigung auswirken.

Hättest du es gewusst? In Großbritannien gibt es eines der schärfsten Waffengesetze der Welt. Seit 1997 sind Schusswaffen aus dem Privatbesitz praktisch vollkommen verbannt. Traditionell tragen heute nicht einmal Polizisten Schusswaffen – es sei denn, sie haben eine spezielle Ausbildung. Das Verbot führt sogar dazu, dass sich die britischen Sportschützen auf Wettkämpfe nur in wenigen lizenzierten Trainingsanlagen vorbereiten dürfen. Großbritannien gehört zu den Ländern mit den geringsten Todesfällen durch Schusswaffen weltweit.