Schon etwa 4000 v. Chr. hat man wilde Esel zum Haustier gemacht. Selbst die Schönheitsbewusste Kleopatra soll auf ihrer „Beautyfarm“ rund 300 Eselinnen gehalten haben, um ihre Haut stets mit der guten Eselsmilch pflegen zu können. Und auch heute noch wird Eselsmilch in Heilbehandlungen für Hauterkrankungen und Allergien verwendet. Alle heute lebenden Hausesel stammen vom Afrikanischen Wildesel ab. Sie gehören zur Familie der Pferde und erreichen je nach Rasse eine Schulterhöhe von 90 bis 160 cm. Esel können über 40 Jahre alt werden und in Ausnahmefällen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichen. Die Tiere gelten als sehr zäh, weshalb man Esel vor allem als Packtiere verwendete, auch können die possierlichen Tierchen relativ lange ohne Wasser und Nahrung auskommen. Da Esel anders als zum Beispiel Pferde zudem außerordentlich schwindelfrei sind, waren und sind sie in steilen Bergwelten bevorzugtes Reit- und Lasttier.

Hättest du es gewusst? Esel sind sehr wehrhaft und werden in Schafherden immer häufiger eingesetzt, um vor Angriffen von Wölfen zu schützen. Denn anders als Schafe flüchten Esel nicht, sondern stellen sich jeder Gefahr: Die Tiere laufen schreiend und Zähne fletschend auf den Eindringling zu, traktieren ihn mit kräftigen Bissen oder schlagen gezielt mit den Hinterbeinen.