Bei 130 dB wird Lärm zu Schmerz. Schon einen Lärm von 120 dB empfinden Menschen als unerträglich. Das entspricht dem Geräuschpegel eines Flugzeugtriebwerks. Jeder Mensch empfindet Geräusche unterschiedlich, den einen stören sie nicht oder nur wenig, den anderen nerven sie. Starke Lärmeinwirkungen oder dauerhafter Lärm können krank machen. Studien zufolge sind ca. sechs Millionen Bürger in den deutschen Städten Lärmwerten ausgesetzt, bei denen ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu befürchten ist; zudem treten Lern-, Konzentrations- und Schlafstörungen auf.

Hättest du es gewusst? Seit 2005 hat sich in Köln der beliebte Treffpunkt Brüsseler Platz zum Auslöser eines Streits um nächtliche Lärmbelästigung entwickelt. Bis zu 1.000 Personen halten sich in lauen Sommernächten um Mitternacht auf diesem innerstädtischen Platz auf. Messungen haben ergeben, dass die zahlreichen Gäste auf dem Platz die Lärmbelastung um durchschnittlich 19 dB steigern. Bis zu 68 dB Lärm wurde in lebhaften Nächten um Mitternacht dort gemessen. Ab einem Dauerschallpegel von 60 dB treten Stressreaktionen im Schlaf auf.