Mehr zum Thema Schlafwandeln

Das Schlafwandeln auch Somnambulismus oder Mondsüchtigkeit genannt ist zwar ein spektakuläres Phänomen, selten ist es jedoch nicht. Es äußert sich durch einfache Verhaltensweisen im Schlaf, wie das Aufsetzen im Bett bis hin zu komplexen Tätigkeiten im Haushalt, bei denen der Betroffene sogar sprechen oder Fragen beantworten kann. Wie das US-amerikanische National Institute of Health untersuchte, dauert eine typische Phase des Schlafwandelns ungefähr 10 Minuten – im Anschluss folgt die Erinnerungslosigkeit. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland zwischen 800.000 und 3,2 Millionen potenzielle Mondsüchtige. Eine genetische Veranlagung, gepaart mit Stress könnte das nächtliche Umhergeistern auslösen. Schlafforscher glauben, dass es sich beim Nachtwandeln um eine Reifungsstörung bzw. eine Unreife des zentralen Nervensystems handelt. So schlafwandeln bis zu 30% aller Kinder im Alter zwischen 4 und 6 Jahren, 17% der Kinder bis zur Pubertät und 4% der Erwachsenen. Wie die Zahlen zeigen, liegt also meist nur eine temporäre Störung vor, die bei 80% der Betroffenen mit der Pubertät wieder verschwindet.
Hättest du es gewusst? Eine US-amerikanische Studie fand heraus, dass 64% der Schlafwandler auf ihre Partner losgingen, wenn sie durch diese plötzlich geweckt wurden. Demnach ist es ratsam Schlafwandler nicht oder nur dann aufzuwecken, wenn sie sich selbst oder andere gefährden.