Wer Abschied von seinem geliebten Haustier nehmen muss und eine würdevolle Alternative zur Tierbeseitigungsanlage möchte, kann heutzutage zwischen Särgen, Urnen, Grabmonumenten, Erd-, Feuer-, See- und sogar Weltraumbestattung entscheiden. Dafür stehen deutschlandweit rund 20 Tierkrematorien, 150 Tierfriedhöfe und etwa 200 Tierbestatter zur Verfügung. Die weitverbreitetste Tierbestattungsart, mit jährlich etwa 80.000 Beisetzungen, ist die Feuerbestattung. Die Kosten für die Überführung zum Tierkrematorium und die mögliche Rückführung liegen, je nach Bestatter, Bestattungsart und Überführungsgewicht des Tieres, zwischen 25 und 350 Euro. Für ein auf vier Jahre angelegtes Hundereihengrab zahlt man bereits um die 450 Euro. Wem dies zu teuer ist, der kann seinem tierischen Begleiter inzwischen auch im Internet eine virtuelle Gedenkstätte einrichten, dort Blumen niederlegen oder per Mausklick Grabkerzen anzünden.

Hättest du es gewusst? Die rituelle Bestattung toter Tiere ist keine neue Erscheinung, sondern wird bereits seit etwa 12.000 Jahren praktiziert. Die erste belegten Haustierbestattungen einer Katze wurde ungefähr vor 10.000 Jahren in Zypern durchgeführt.