Unter Hepatitis versteht man eine Entzündung der Leber (Hepar ist der griechische Begriff für Leber), bei der die Leberzellen geschädigt oder sogar zerstört werden. Je nachdem welcher Virus der Leberinfektion zugrunde liegt, bezeichnet man die Art der Entzündung entsprechend als Hepatitis-A, -B, -C, -D oder -E.  Während man sich gegen Hepatitis-A und -B impfen lassen kann, ist für Hepatitis-C, -D und -E kein Impfstoff verfügbar. 2012 gab es in Deutschland 4.982 ärztlich registrierte Hepatitis-C-Fälle. Hepatitis-C verläuft zu 80% chronisch und ist damit oft nicht heilbar. Ein chronischer Krankheitsverlauf führt nach 15 bis 30 Jahren häufig zu einer Leberzirrhose oder Leberkrebs. Hepatitis-C-Patienten sind daher vermehrt auf eine Lebertransplantation angewiesen. Hepatitis-A und -E zählen zu den Kontaktinfektionen, die Viren können also über kontaminierte Lebensmittel, Gegenstände oder Trinkwasser übertragen werden. Hepatitis-B und -D werden meisten über Blut- und Schleimhautkontakte verbreitet, also beispielsweise durch Sexualkontakte oder unhygienischen intravenösen Drogenkonsum. Die Übertragung von Hepatitis-C-Viren erfolgt fast ausschließlich durch Blutkontakte. 

Hättest du es gewusst? Zusätzliche Risikofaktoren für eine Hepatitis-Infektion stellen Tätowierungen, Piercings oder Akupunktur-Behandlungen dar, die unter nicht hygienischen Bedingungen durchgeführt werden. Weitere Informationen zu der Leberkrankheit sind auf www.hepatitis.de abrufbar.