71.274 Fälle von Hausfriedensbruch wurden 2013 bundesweit polizeilich registriert. Hausfriedensbruch ist die Verletzung des Hausrechts. Diese Straftat begeht, wer widerrechtlich in die Wohnung, die Geschäftsräume oder das eingezäunte Besitztum einer anderen Person eindringt und ohne Befugnis an diesen Orten verweilt oder sie trotz Aufforderung des Berechtigten nicht verlässt. Hausfriedensbruch ist ein sogenanntes Antragsdelikt, er wird nur strafrechtlich verfolgt, wenn ein entsprechender Strafantrag durch den Betroffenen eingeht. Das Delikt kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Hättest du es gewusst? Ein Hausfriedensbruch liegt auch vor, wenn der Täter lediglich mit einem Teil seines Körpers in die geschützten Räume gelangt, also etwa eine Sicherungskette löst oder einen Fuß in die Eingangstür stellt.