Das Verzieren und Bemalen des eigenen Körpers ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits die frühzeitlichen Menschen schminkten sich, allerdings hauptsächlich aus rituellen Gründen. In der Antike entwickelten die Ägypter wahrscheinlich als erste eine umfassenden Körper- und Schönheitspflege. So trugen sie Rouge auf ihre Wangen auf und verzierten ihre Augen und Lippen mit Farbe. Der Name Kosmetik jedoch, kommt aus dem altgriechischen und bedeutet etwa soviel wie „schmücken“.  Allerdings verbreitete sich der Begriff erst im Laufe des 18. Jahrhunderts als cosmétique in Frankreich und gelangte um 1850 in den deutschen Sprachraum, wo bis heute die Wimperntusche als beliebtester Kosmetikartikel bei Frauen gilt. Ganze 66% der 18–64-Jährigen tuschen sich mindestens einmal pro Woche ihre Wimpern und investieren knapp 200 Millionen Euro jährlich in die dunkle Tusche. Als zweitstärkstes Produkt verkauft sich hierzulande Make-up, dicht gefolgt vom Lippenstift. Insgesamt wurde 2015 allein in Deutschland mit Produkten dekorativer Kosmetik (z.B. Make-up) rund 1,6 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

Hättest du es gewusst? Zur Zeit der Französischen Revolution konnte das Tragen von Lippenstift tödlich sein. Wer seine angemalte Lippen zur Schau stellte, wurde für einen Sympathisanten der Aristokratie gehalten und konnte sogar geköpft werden.