Laut Schätzungen, kauft mehr als jeder zweite Hundehalter sein Tier über Online-Anzeigen. Allerdings boomt hier auch der illegale Handel mit reinrassigen Welpen, die meist aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien stammen. Der Hundehandel im Internet hat sich zu einem Millionengeschäft mit regelrecht mafiösen Strukturen entwickelt. Die süßen Vierbeiner aus angeblich liebevoller Aufzucht, wie es dann in den Anzeigen heißt, stammen in Wahrheit aus Massen- oder Qualzüchtungen und werden nicht nur viel zu früh vom Muttertier getrennt (zum Teil schon nach 2 Wochen), sondern im Regelfall auch deutlich unter Wert angeboten. Ohne ausreichend Verpflegung, werden die erst vor wenigen Wochen geschlüpften und oftmals schwer kranken Hunde, über lange Strecken durchs Land geschleust. Tierschutzorganisationen schätzen, dass dabei 50 Prozent dieser Billig-Welpen den Transport erst gar nicht überleben. Deshalb sollte man stutzig werden, wenn Tiere auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen, aus dem Bus, Kofferraum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus angeboten werden und besser auf den Kauf eines solchen Tieres verzichten.

Hättest du es gewusst? Den bisher größten Fund von illegalem Welpenhandel, machte die Polizei im Februar 2012 auf der A3. Damals wurde ein Wagen mit 92 Hundewelpen gestoppt. Leider kam für die Vierbeiner die Hilfe zu spät: Denn 24 der Hundebabys konnten nicht mehr gerettet werden.