In Deutschland leben derzeit 1,4 Millionen Bürger, deren kognitive Fähigkeiten durch Demenz eingeschränkt sind. Und die Zahl der Betroffenen steigt jedes Jahr, für 2030 werden 2,2 Millionen Erkrankte erwartet. Die Betroffenen sind oft orientierungslos und nicht selten kommt es vor, dass die Erkrankten aus ihrer vertrauten Umgebung verschwinden und nicht mehr alleine zurückfinden. Die Angehörigen können für diesen Fall vorsorgen. Idealerweise liegt ein aktuelles Foto des Erkrankten bereit nebst einer Personenbeschreibung und einer Liste aller möglichen Orte und Personen, die der Demenzerkrankte aufsuchen könnte. Hilfreich ist auch, den Demenzkranken einen Notfallanhänger mitzugeben bzw. die Kleidung mit Adresse oder einer Telefonnummer zu kennzeichnen. Nützlich sind auch spezielle mobile Notruf- und Ortungssysteme, die der Demenzerkrankte am Gürtel oder als Armband tragen kann.

Hättest du es gewusst? Erfahrungsgemäß wird etwa die Hälfte der Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche aufgeklärt. Der Anteil der Personen in Deutschland, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei nur etwa 3 % aller Fälle. Knapp zwei Drittel aller Vermissten sind männlich und die Hälfte aller Vermissten sind Kinder und Jugendliche.