Pizza war ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, das nicht, wie häufig falsch angenommen von den Italienern, sondern den alten Griechen, genauer gesagt den Etruskern erfunden wurde. Um 800 v. Chr. sollen sie die ersten gewesen sein, die einen Fladen aus Mehl, Wasser und Salz am offenen Feuer auf Steinen gebacken haben. Die Italiener selbst kommen erst um 200 v. Chr. mit dem Pizzarezept in Berührung. Auch eine der heute wichtigsten Zutaten der Pizza war bis zum 16. Jahrhundert noch nicht in Europa bekannt. Die Tomate. Sie fand erst gegen 1520 aus Südamerika ihren Weg nach Italien und machte aus dem bis dahin trockenen Brot eine saftigere Pizza, die unter den einfachen Leuten in Neapel sehr beliebt wurde. Da wundert es kaum, dass 1830 auch genau hier die erste Pizzeria der Welt eröffnet wurde. Die erste Pizzeria in Deutschland hingegen, wurde erst ein gutes Jahrhundert später, nämlich 1952 in Würzburg eröffnet. Heute ist die Pizza für einen Großteil der Menschen kaum noch wegzudenken und zumindest hierzulande gehört die Tiefkühlpizza zu den meistverkauften Fertiggerichten überhaupt.

Hättest du es gewusst? 1889 besuchte König Umberto mit seiner Frau Margharitha Neapel. Da er von der leckeren Teigspezialität gehört hatte, ließ er sich eine Pizza in den Palast liefern. Der Pizzabäcker belegte die Pizza in den italienischen Nationalfarben mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum und gab ihr den Namen "Margharitha".