Richterin Barbara Salesch

Die wichtigsten Begriffe aus dem Gerichtswesen einfach erklärt.

Gerichtslexikon - G H I

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© SAT.1/Stefan Menne

ABC - DEF - GHI - JKL - MNO - PQR - S - TU - VWXYZ

G

Geldstrafe, §§ 40 StGB

Geldstrafen werden grundsätzlich in Tagessätzen angegeben. Zu welcher Tagessatzanzahl der Angeklagte verurteilt wird, richtet sich danach, wie schwer die Tat war. Eine Geldstrafe kann zwischen 5 und 360 Tagessätzen liegen - je nach Einzelfall.
Die Höhe eines einzelnen Tagessatzes richtet sich dann nach dem monatlichen Nettoeinkommen des Angeklagten. Durch den Bezug zum Nettoeinkommen soll die Geldstrafe jeden gleich treffen. Wer mehr verdient muss auch mehr zahlen.

Unterhaltspflichten werden abgezogen und dann wird der Rest durch 30 geteilt (Beispiel: Nettoeinkommen 1.500 € minus 300 Euro Unterhalt = 1.200 Euro: 30 = 40 € Tagessatzhöhe). Wird ein Angeklagter zu 90 Tagessätzen von je 40 € verurteilt, so muss er also insgesamt 3.600 € zahlen. Bei geringeren Einkommen soll die Tagessatzhöhe reduziert werden, weil eine Geldstrafe dann besonders hart trifft, so hat es der Bundesgerichtshof ausdrücklich gesagt. Ratenzahlung kann man auch bekommen.

Gesamtstrafe, §§ 54,55 StGB

Manchmal wird ein Angeklagter wegen mehrerer Straftaten verurteilt, weil er z.B. in verschiedenen Kaufhäusern immer wieder gestohlen hat. Dann wird für jeden einzelnen dieser Diebstähle eine Strafe festgesetzt und aus diesen Einzelstrafen wird eine sogenannte Gesamtstrafe gebildet. Das heißt aber nicht, dass die einzelnen Strafen einfach zusammengezählt werden sondern es ist so, dass die Gesamtstrafe höher sein muss als die höchste der einzelnen Strafen und niedriger als die Summe von allen.

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Für die hier dargebotenen Informationen wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

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