Richterin Barbara Salesch

Die beliebte TV-Richterin gibt Einblick in ihr Privatleben

Barbara Salesch zu ihrer 2000. Sendung

Richterin-Barbara-Salesch-006
© SAT.1/Stefan Menne

„Ich schätze es, wenn ich das allerletzte Wort habe“

Am 5. Mai 2011 feierte die erfolgreichste deutsche Gerichtsshow „Richterin Barbara Salesch“ großes Jubiläum. Im Interview mit sat1.de spricht Barbara Salesch über die Gründe für den langjährigen Erfolg, über ihre Leidenschaft für das Richteramt und über ihre Hobbys.

Frau Salesch, 2.000 Sendungen „Richterin Barbara Salesch“, das erinnert an bzw. übertrifft sogar noch „Bonanza“ oder „Lindenstraße“...

Wird wohl so sein, wenn Sie das sagen. Wir sind jedenfalls bald zwölf Jahre täglich auf Sendung, das ist schon enorm.

Erinnern Sie sich noch an den einen oder anderen Fall?

An einzelne Fälle erinnere ich mich nicht, eher an kleine Details. Das war schon in Hamburg während meiner Zeit als Richterin so: Wenn ich den Gerichtssaal verlassen habe, war der gerade abgeschlossene Fall bereits aus meinem Kopf, und ich war offen für den nächsten. Was mir aber immer im Gedächtnis bleiben wird, ist die wunderbare Stimmung, die wir am Set haben. Dort wird sehr viel gelacht. Was meine Maskenbildnerin im Übrigen gar nicht so schätzt. Denn es ist schon mehr als einmal passiert, dass ich nachgeschminkt werden musste, weil mir vor Lachen die Tränen herunter gelaufen sind.

Eine Anekdote, die Sie zum Besten geben könnten?

Leider fällt mir da wirklich so schnell nichts ein. Es ist einfach diese familiäre Stimmung, die mir die Kraft gibt. 2000 Strafrechtssendungen sind es jetzt, dazu kommen noch die über 200 Zivilrechtsfälle aus dem ersten Jahr. Insgesamt haben wir weit über 3000 Fälle gezeigt. Über 15.000 Menschen haben mitgespielt. Ich habe mit Herrn Staatsanwalt Römer und den Verteidigern wunderbare Mitstreiter und ich schätze auch sehr die Laienschauspieler, die mich mehr an meine Hamburger Gerichtszeit erinnern als man glaubt. Bei Gericht sind die Angeklagten und Zeugen ja auch keine Schauspieler. Dazu kommen noch alle, die darauf achten, dass alles gut ins Bild umgesetzt wird und natürlich meine Traum-Redaktion samt meiner juristischen Mitarbeiter. Da ist ein ganz tolles Team zusammengewachsen und der Erfolg ist der Erfolg von allen. 

Es gab sehr viele Gerichtsshows, von denen heute nur zwei, Ihre und die von Richter Hold, im öffentlichen Bewusstsein sind. Was machen Sie anders als die anderen?

Ich weiß gar nicht, ob ich so viel anders mache. Ich bin authentisch und war einfach die erste, so einfach ist das wohl, und ich habe damit dieses Format geprägt.

Nicht immer bleiben im Fernsehen die ersten am Ende aber auch die Letzten...

SAT.1 war der Sender, der mit den Gerichtssendungen angefangen hat und übrigens als einziger Sender den Mut hatte, mal echte Zivilrechtsfälle zu zeigen, so haben wir ja begonnen. Er hat seinen beiden Richtern die Treue gehalten und wir ihm. Letztlich geht es doch darum, dass es ein klasse Format ist. Und auch nach fast zwölf Jahren haben wir noch gute Quoten. 

Interview: © ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH / Andreas Kötter

Social Media