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Brustkrebs - Früherkennung

Hier erhälst du nützliche Infos zum Thema Früherkennung

Die wichtigste Rolle und die größte Chance im Kampf gegen den Brustkrebs spielt nach wie vor die Früherkennung. Die gesetzlichen Krankenkassen gewähren den bei ihnen versicherten Frauen ab dem 30. Lebensjahr einmal im Jahr eine kostenlose Früherkennungsuntersuchung auf Brustkrebs, bei der der Arzt Ihres Vertrauens Ihre Brüste und die Achselhöhlen gründlich abtastet. Diese Früherkennungsuntersuchungen sollten von allen Frauen regelmäßig in Anspruch genommen werden, ganz besonders aber von solchen, die erhöhte Risiken haben. Allerdings soll bei dieser Gelegenheit auf eines nachdrücklich hingewiesen werden: Viele Menschen sind der Meinung, Früherkennungsuntersuchungen würden vor dem Ausbruch der Krankheit schützen, seien also "Vorsorge- oder Vorbeugeuntersuchungen".

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Britt, Service © MEV Verlag

Dies trifft nicht zu. Richtig ist vielmehr: Bei der regelmäßigen Kontrolle besteht die Chance, dass eine sich heranbildende Geschwulst so rechtzeitig erkannt wird, dass die Erkrankung geheilt werden kann, bevor sie sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird. Nach übereinstimmenden Ergebnissen internationaler Untersuchungen haben Frauen, bei denen der Tumor in einem Frühstadium entdeckt worden war, eine über 98prozentige Überlebensrate von mehr als fünf Jahren nach der Operation*. * (Quelle: Berufsverband der Frauenärzte e.V.)

Studien haben ergeben, dass sich durch eine Mammographie-Screening-Untersuchung bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent senken lässt. Frauen dieser Altersgruppe sollten sich alle zwei Jahre mammographieren lassen. Frauen, bei denen ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs besteht, sollten mit ihrem betreuenden Arzt besprechen, ab welchem Alter und in welchem Rhythmus sie Mammographie-Untersuchungen vornehmen lassen sollten. Die aus Amerika stammende Befürchtung, durch Röntgenstrahlen der Mammographie könnte Brustkrebs hervorgerufen werden, ist durch Anwendung moderner Geräte mit sehr geringer Strahlendosis praktisch bedeutungslos. Mit der Mammographie lassen sich in mehr als 90 Prozent der Fälle Vorstadien von Brustkrebs oder die Erkrankung im Frühstadium erkennen. Nur bei einem kleinen Prozentsatz zeichnen sich Tumoren nicht mammographisch ab oder können sich im dichten Drüsengewebe verstecken und bleiben auch für die Mammographie eine Zeit lang unerkennbar. In manchen Fällen kann die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) weiterhelfen. Darüber hinaus sollte jede Frau einmal im Monat Ihre Brüste selbst auf Knoten und Veränderungen hin untersuchen. Der beste Zeitpunkt ist innerhalb der ersten zehn Tage nach der Periode, am besten beim Baden, Duschen oder Eincremen (die nasse bzw. eingecremte Haut erleichtert das Abtasten). Sollte Ihnen bei Ihrer Tastuntersuchung irgendetwas seltsam oder verdächtig vorkommen, gehen Sie unverzüglich zum Arzt. Eines sollten Sie jedoch wissen: Die bei der Selbstuntersuchung entdeckten Knoten sind bei jungen Frauen in achtzig Prozent der Fälle gutartige Veränderungen*. Dennoch ist eine Klärung durch eine Untersuchung beim Frauenarzt unerlässlich.

Auszug aus der Broschüre „Brustkrebs, die blauen Ratgeber 2“ mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe e.V. Das sehr umfangreiche Informationsmaterial erhalten Sie unter der Adresse:

Deutsche Krebshilfe e.V.
 
Thomas-Mann-Str.40
Postfach 1467
53111 Bonn
Tel.: 0228 72990-0
Fax.: 0228 72990-11
oder unter:

www.krebshilfe.de

 

 

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