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Pillenmuffel & Tipps zur Verhütung

Hier findest du viele Infos zum Thema Verhütung

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Britt, Service © MEV Verlag

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Schwangerschaft zu verhindern: Pille, Spirale, Diaphragma, Dreimonatsspritze, Kondom, Portiokappe, symptothermale Methode, chemische Mittel. Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel, mit dem der Junge oder Mann verhüten kann und das auch noch vor einer HIV-Infektion und weiteren Geschlechtskrankheiten schützt. Wichtig ist es, dass sich der Junge mit seiner Partnerin unterhält, wie verhütet werden soll. Verhütung ist eine gemeinsame Entscheidung, und beide Partner sollten sie auch gemeinsam verantworten. Nicht jedes Verhütungsmittel ist für alle gleich gut geeignet. Auch sind die individuellen Lebensumstände wichtig für die Auswahl der richtigen Verhütungsmethode. Hat ein Mädchen z.B. keinen regelmäßigen Zyklus, ist die Natürliche Familienplanung nicht geeignet. Wichtig ist, dass das Paar - noch bevor es miteinander schläft - gut und sicher mit seiner Verhütungsmethode umgehen kann.

Hier nun eine Auflistung der gängisten Verhütungsmittel:

Kondom
Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel für den Jungen oder den Mann. Außerdem ist es nach wie vor die einzige Möglichkeit, sich gleichzeitig vor der Ansteckung mit einer sexuell übertragbaren Krankheit, vor HIV und vor unerwünschter Schwangerschaft zu schützen.
Das Kondom wird wie eine zweite Haut über den steifen Penis gerollt. Der Samen wird im Reservoir des Kondoms aufgefangen und gelangt so nicht in die Scheide.
Da bereits vor dem Samenerguss einzelne Samenzellen austreten können, muss das Kondom vor der Berührung mit der Scheide übergerollt werden.
Nach dem Samenerguss muss der Penis mit dem Kondom noch vor dem Erschlaffen des Gliedes aus der Scheide gezogen werden.
Ganz wichtig: Beim Herausziehen das Kondom festhalten. Richtig angewendet ist das Kondom sicher.
Fehler sind leicht zu vermeiden, wenn man sich an folgende Sicherheitsregeln hält: die Kondompackung vorsichtig aufreißen, nur wasserlösliche Gleitmittel benutzen, Kondome keiner großen Wärme aussetzen, nie in der Hosentasche oder im Geldbeutel aufbewahren, denn dort können sie beschädigt werden, auf Markenkondome mit der Kennzeichnung "CE" mit der Nummer der Prüfstelle achten, das Haltbarkeitsdatum darf nicht überschritten sein.
Die genaue Anwendung und weitere Hinweise findet man in der Packungsbeilage.

Pille

Die Tabletten enthalten künstliche Östrogene und Gestagene. Beide Hormone sind weibliche Hormone und wirken dreifach:
1. Sie hemmen die Eizellenreifung und damit den Eisprung.
2. Sie verhindern, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals verflüssigt.
Die Folge: Die Samen des Jungen können nicht in die Gebärmutter wandern.
3. Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht richtig aufgebaut, so dass sich auch kein befruchtetes Ei einnisten könnte. Bei regelmäßiger Einnahme mag die Pille zwar sicher sein, aber ist sie damit auch schon ideal?
Die Pille ist ein Medikament und somit nicht frei von Nebenwirkungen: es kann zu Gewichtszunahme, Kopfschmerzen oder Zwischenblutungen kommen. Die Ärztin oder der Arzt muss die Pille verschreiben. Ab wann darf ein Mädchen die Pille nehmen? Die Ärztinnen und Ärzte haben da keine einheitliche Meinung. Eine Orientierungshilfe: Der Hormonhaushalt sollte schon ausgeglichen sein und der Monatszyklus nicht ständig Kapriolen schlagen. Man geht davon aus, dass das zwei bis drei Jahre nach der ersten Monatsblutung der Fall ist. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kosten für Pille und Spirale für Mädchen und Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Ab dem 18. Lebensjahr können noch Zuzahlungen bei bestimmten Präparaten erforderlich sein, deren Apothekenverkaufspreis über dem allgemein festgesetzten Festbetrag liegt. Allerdings: Gegen HIV schützt die Pille nicht, da hilft nur ein Kondom.
   

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Britt, Service © photodisc

Dreimonatsspritze
Die Dreimonatsspritze enthält nur künstliches Gestagen, täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor und unterdrückt damit den Eisprung. Alle drei Monate wird durch eine Injektion in den Po das Gestagen verabreicht. Es kommt bei der Hormonspritze sehr häufig zu Blutungsunregelmäßigkeiten. Treten solche Beschwerden auf, muss die betroffene Frau so lange abwarten, bis der Wirkstoff im Körper abgebaut ist. Manchmal dauert es auch Monate, bis sich der Zyklus wieder normalisiert hat.
Da diese Spritze häufig Zyklusstörungen und weitere unerwünschte Nebenwirkungen wie vorübergehende Unfruchtbarkeit auch nach dem Absetzen verursacht, sollte sie Frauen, die später noch Kinder wollen, und jungen Mädchen nicht verschrieben werden.
   
Diaphragma
Das Diaphragma ist ein biegsamer Ring, der mit einer Gummimembran überspannt ist.
Die Frau muss ihn frühestens zwei Stunden oder unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr einsetzen und darf ihn frühestens erst sechs bis acht Stunden danach wieder herausnehmen.
Er wird vor dem Geschlechtsverkehr auf der Innenseite mit samenabtötender Creme oder samenabtötendem Gel bestrichen und vor den Gebärmuttermund gesetzt, so dass die Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen können. Das Diaphragma sollte nach spätestens 24 Stunden entfernt werden. Will man noch mal miteinander schlafen, muss zusätzlich mit einer Einführhülse oder dem Finger Creme oder Gel eingeführt werden. Das samenabtötende Mittel erhöht die Sicherheit, dass kein Samen den Weg zur Gebärmutter findet. Das Diaphragma ist bei richtiger Anwendung sicher.
Es muss aber vom Arzt/von der Ärztin individuell angepasst werden, da es unterschiedliche Größen gibt.

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