Bundestagswahl 2017

FAQs zum Debat-O-Meter

Das Debat-O-Meter ist eine Web-Applikation für internetfähige Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder PCs. Mit dem Debat-O-Meter (DOM) können die Nutzer über das Internet in Echtzeit ihre Meinung zu einer politischen TV-Diskussion äußern, indem sie angeben was sie gerade von den Kandidaten halten.

Was ist das Debat-O-Meter (DOM)?

Das Debat-O-Meter ist eine Web-Applikation für internetfähige Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder PCs. Mit dem Debat-O-Meter (DOM) können die Nutzer über das Internet in Echtzeit Ihre Meinung zu einer politischen TV-Diskussion äußern, indem sie angeben was sie gerade von den Kandidaten halten. So werden die Zuschauer interaktiv an der Diskussion beteiligt und entscheiden mit, welcher Kandidat mit welchen Positionen punkten kann, welche Argumente gut ankommen und was gar nicht geht. Da das Debat-O-Meter eine Vielzahl Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht, kann man mit ihm sehen, wie eine Diskussion "draußen im Land" aufgenommen wird. Darüber hinaus bietet das Debat-O-Meter eine innovative Wahlinformation, weil es den einzelnen Nutzern ihre jeweilige Bewertung noch einmal zusammenfasst und so deutlich macht, wo man mit welchem Kandidaten übereingestimmt hat und wo nicht.

Welche Funktionen hat das DOM?

Das Debat-O-Meter ist eine einfache Webseite, die Sie mit Ihrem Browser öffnen. Durch seine Gestaltung fühlt es sich aber für den Nutzer wie eine klassische App an. Vorteil ist, dass Sie nichts auf Ihrem Endgerät installieren müssen, sondern direkt mitmachen können. Im Kern des Debat-O-Meter steht das Bewertungstool. Dort sehen Sie die Kandidaten abgebildet. Für jeden Kandidaten gibt es die Möglichkeit, diesen über "doppel-plus", "plus", "minus" und "doppel-minus" von sehr gut bis sehr schlecht zu bewerten. Gerahmt wird dieser Kern von einer kurzen Vorbefragung, damit das Wissenschaftsteam die Eingaben sinnvoll auswerten kann. Nach einer knappen Bedienungshilfe geht es dann in das Bewertungstool. Nach Ende der Debatte werden die Nutzer dann noch gebeten, eine kleine Nachbefragung auszufüllen, mit deren Hilfe sichtbar wird, ob die Debatte bei den Zuschauern zu einer Veränderung von Einstellungen geführt hat. Zum Schluss erhalten die Nutzer dann noch Einblick in das eigene Abstimmungsverhalten. Die Gesamtergebnisse gibt es dann in den Folgetagen bei unseren Medienpartnern oder auf Wunsch auch per Mail zugesandt.

Wer darf mitmachen und wie kann ich teilnehmen?

Im Debat-O-Meter geht es um Beteiligung. Deshalb darf jeder mitmachen, denn beim Debat-O-Meter zählt jede Meinung. Gehen Sie am Abend der Debatte mit ihrem Smartphone, Tablet oder PC auf die Internetseite/App von #Medienpartner# oder folgen Sie dem Link auf auf www.debatometer.de (die eigentliche App steht im Netz unter https://app.debatometer.com). Dort wird das Debat-O-Meter eine Stunde vor Beginn der Debatte freigeschaltet. Sie brauchen nichts auf ihrem Endgerät zu installieren, sondern können direkt teilnehmen. Achten Sie darauf, dass Sie eine stabile Internetverbindung haben, ihr Akku aufgeladen und idealerweise die Bildschirmsperre ausgeschaltet ist, damit sie direkt Ihre Eindrücke mitteilen können. Füllen Sie die kurze Vorbefragung aus, lesen Sie die knappe Bedienungsanleitung und schon sind Sie bei der Echtzeitbewertung dabei. Wenn Sie am Ende die Nachbefragung ausgefüllt haben, erhalten Sie nicht nur Einblick in ihr eigenes Abstimmungsverhalten und damit ein innovatives Angebot der Wahlinformation. Am nächsten Morgen finden Sie in Ihrer Zeitung eine erste Blitzauswertung der Ergebnisse. Am Folgetag lesen Sie dann eine ausführliche Auswertung des Debat-O-Meter für ganz Deutschland in Ihrer Regionalzeitung oder können diese auch per Mail direkt vom Debat-O-Meter-Team erhalten. Natürlich ist die Teilnahme am Debat-O-Meter kostenfrei und anonym.

Sind die Ergebnisse repräsentativ?

Um diese Frage beantworten zu können, ist zunächst zu klären auf wen sich die Repräsentativität beziehen soll: Auf die Gesamtbevölkerung, die Wahlbevölkerung (also nur Wahlberechtigte) oder die tatsächlichen Wähler. Da immer erst nach der Wahl klar ist, wer wirklich wählen gegangen ist, kann für letztere keine Repräsentativität erreicht werden. Da die Teilnahme am Debat-O-Meter allen (also nicht nur Wählern) offen steht, gewichten wir nicht auf die Wahlbevölkerung sondern bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland. Das heißt: Durch die Gewichtung passen wir unsere Teilnehmerschaft mathematisch für diese Größen an die Bevölkerung an. Haben wir z.B. doppelt so viele Männer wie Frauen im Debat-O-Meter, was im Internet ja keine Seltenheit ist, zählen die Frauen in der Auswertung doppelt. So kommen wir dann im Endeffekt auf die 50:50, die wir etwa in der Bevölkerung tatsächlich haben (für die Gewichtung werden natürlich die genauen Bevölkerungsgrößen herangezogen). Durch die Gewichtung beseitigen wir Verzerrungen und sehen, welchen Anteil die einzelnen Meinungen in der gesamten Bevölkerung haben, auch wenn die Nutzer im Debat-O-Meter vielleicht nicht 1:1 zur Bevölkerung passen sollten. Natürlich wäre eine Zufallsstichprobe wie in klassischen Wahlumfragen auch eine Alternative, um ein Abbild der Gesellschaft zu erhalten. Aber dann wäre die Möglichkeit dahin, die Menschen großflächig zu beteiligen.

Bei unserem Verfahren dürfen also alle teilnehmen. Wir können aber Ungleichgewichte bei den Teilnehmern ausgleichen und jede Stimme zählt letztlich nur so stark, wie sie in der Bevölkerung tatsächlich vertreten ist. Unser Vorteil ist, dass wir in ganz Deutschland über eine Vielzahl an Medienpartner und Regionalzeitungen zur Teilnahme am Debat-O-Meter werben. Wir rechnen mit etwa 20.000 Teilnehmern und damit lässt sich einiges kontrollieren und Verzerrungen können ausgeglichen werden.

Was erfasst das Debat-O-Meter? Und was nicht?

Das Debat-O-Meter erfasst die spontanen Eindrücke der Nutzer über die TV-Debatte in Echtzeit. Mit dem Debat-O-Meter sehen wir sekundengenau, welche Argumente die Wähler überzeugt haben und welche nicht, wer durch die Diskussion an Unterstützung gewonnen hat und wer durchgefallen ist. Wir analysieren aus den Nutzereingaben verschiedene Kennzahlen, mit denen wir Wahrnehmung und Wirkungen der TV-Diskussion abschätzen und aussagekräftige Größen für eine fundierte Bewertung geben können – und das bevölkerungsrepräsentativ.

Das Debat-O-Meter macht aber keine Wahlprognosen, die Aussagekraft bis in die letzte Nachkommastelle beanspruchen, sondern liefert auf Basis der Eingaben seiner Nutzer eine Vielzahl an Werten, die eine starke Grundlage für die Bewertung der Leistung von Spitzenpolitikern in TV-Diskussionen bieten. Da die Debatten Teil des Wahlkampfs sind und dieser auch danach auf die Wähler wirkt, sind die Ergebnisse des Debat-O-Meters eine Momentaufnahme wie die Diskussion selbst gewirkt hat. Für jeden einzelnen Nutzer erfasst das Debat-O-Meter zudem das individuelle Abstimmungsverhalten und zeigt ganz individuell, in welchen Themenbereichen er oder sie näher bei einem der Kandidaten war, vergleichbar in etwa mit dem Wahl-O-Mat, der die Programme der einzelnen Parteien auswertet.

Wie sicher ist Das Debat-O-Meter? Ist es manipulationssicher? Und ist die Teilnahme anonym?

Alle Eingaben im Debat-O-Meter erfolgen vollkommen anonym. Wir können die Identität der einzelnen Nutzer nicht nachvollziehen. Wie alle Meinungsforscher müssen auch wir mit Falschangaben rechnen, Menschen sagen eben nicht immer die Wahrheit. Bisher gibt es aber keine Hinweise darauf, dass die Teilnehmer des Debat-O-Meter öfter (oder seltener) falsche Angaben machen würde als in anderen Umfragen auch. Wir verwenden statistische und technische Mittel, damit das Debat-O-Meter nicht gekapert wird – wie beispielsweise durch besonders engagierte Parteigruppierungen oder „Internet-Trolle“. Zudem verwenden wir eine mehrstufige und komplexe Sicherheitsarchitektur gegen fremdgesteuerte Computerprogramme, sprich: Bots. Alle Daten, die wir erheben, übertragen wir verschlüsselt und speichern sie auf deutschen Servern. Mit all diesen Maßnahmen versuchen wir, das Debat-O-Meter bestmöglich gegen Manipulationen und Angriffe abzusichern. Klar ist aber auch: absolute Sicherheit gibt es nicht und kann es nie geben.

Wie kann ich die Kandidaten bewerten?

Auf der Oberfläche sehen Sie Fotos der Kandidaten und die Tasten ++, +, - und --. Damit können Sie angeben, zu welchem Moment der Debatte sie einen (besonders) guten oder (besonders) schlechten Eindruck von den Kandidaten haben. Ihr Voting wird in Echtzeit und sekundengenau registriert. Pro Sekunde zeichnet das Debat-O-Meter nur eine Bewertung auf.

Was gibt es technisch zu beachten?

Bitte schalten Sie vor der Debatte den automatischen Standby-Modus Ihres Smartphones/Tablets aus, damit Ihr Gerät nicht zwischendurch unbeabsichtigt in den Ruhezustand wechselt. Sie sollten über einen aufgeladenen Akku und eine stabile Internetverbindung verfügen. Am besten funktioniert das Debat-O-Meter im Chrome Browser, eher abzuraten ist vom (inzwischen eher selten zu findenden Android-Browser). Falls das Debat-O-Meter auf Ihrem iPhone oder iPad nicht in den Vollbildmodus wechselt, können Sie die Seite als Bookmark auf Ihrem Homescreen ablegen und sie anschließend erneut über diesen Link öffnen.

Was passiert während der Live-Sendungen?

Das Debat-O-Meter zeichnet sekundengenau auf. Für jede Sekunde wird jedoch höchstens eine Bewertung berücksichtigt. Wenn Sie eine Bewertung über einen längeren Zeitraum mitteilen wollen, können Sie den entsprechenden Knopf mehrfach drücken. Warum Sie einen Kandidaten bewerten und was genau Sie als gut oder schlecht ansehen, bleibt völlig Ihnen überlassen. Wird kein Knopf gedrückt, werden keine Daten übertragen. Dies wird als neutrale Bewertung interpretiert. Drücken Sie die Knöpfe nicht, wenn die Moderation gerade spricht. Ihre Bewertungen werden vertraulich behandelt und nur anonymisiert ausgewertet.

Was passiert nach den Sendungen?

Am Ende der Debatte wird auf Grundlage aller Nutzer des Debat-O-Meters analysiert, wie die Kandidaten zu den Gesprächsthemen der Runde bewertet wurden. Bereits wenige Minuten nach der TV-Debatte kann damit die Frage beantwortet werden, wer das Publikum wann überzeugen konnte und wer als Sieger aus der Gesprächsrunde hervorgeht. Zudem erhält jeder Nutzer Einblick in das individuelle Abstimmungsverhalten und Information darüber, welcher Kandidat in welchem Themenfeld ganz persönlich vorne lag.

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