Die Rolle: Elias Decker

Elias Decker hat seine erste Ermittlung (SOKO: geklautes Fahrrad) mit acht erfolgreich abgeschlossen und setzt seine Spürnase mittlerweile hauptberuflich bei der Berliner Mordkommission ein. Er liebt Alleingänge und ergebnisoffene Verdächtigungen, gerne garniert mit Sprüchen, die sein Chef schon länger nicht mehr witzig findet. Kollegin Caro Belzig steht Decker als Ermittlungspartnerin zur Seite und bremst ihn, wo man ihn bremsen muss.

Beim Einsatz gegen einen Drogenkurier begegnet Decker dem Lebewesen, das ihm in Sachen "Ich bin ein Alphatier!" lässig den Sabber reichen kann: Rocky, ein 50 Kilo schwerer Bullmastiff. Es ist nicht unbedingt Liebe auf den ersten Biss – aber für Decker ein kongenialer Partner und der Aufhänger, seiner attraktiven Vermieterin Sarah näher zu kommen…

Der Schauspieler: Jens Atzorn

Geburtsdatum: 1976 (in München)
Hobbies / Sport: Fotografie, Musik (Klavier, Saxophon, Gitarre), Bogenschießen, Klettern, Snowboarden, Reiten, Fechten, Segeln
Offizielle Website:  http://www.jensatzorn.de
Instagram: https://www.instagram.com/jens_atzorn/
 

Jens Atzorn im Interview

"Der Dreh mit einem Hund erfordert große Flexibilität. Man kann NIE davon ausgehen, dass er genau das macht, was wir geprobt haben."

Was dachten Sie, als Sie das Drehbuch gelesen haben? Was hat Sie an der Rolle und auch an der Serie gereizt?

"Ich fand das Buch großartig. Nicht nur, weil man so eine Rolle nicht jeden Tag angeboten bekommt und ich schon immer einen Kommissar spielen wollte, sondern weil mich die Story immer neugieriger gemacht hat. Ich war von Buch zu  Buch gespannter,  wie es weitergeht. Zudem finde ich es sehr reizvoll, mit Tieren zu arbeiten, da man sehr spontan bleiben muss."

Vom Berchtesgadener Land („Lena Lorenz“) nach Berlin: Sie sind für die Dreharbeiten extra  von  München  nach  Berlin  gezogen.  Wie  funktioniert  das  mit  Ihrer  jungen Familie?

"Den Umständen entsprechend gut. Ich nutze jede drehfreie Zeit, um bei meiner Familie zu sein."

Was mögen Sie an Berlin, was mögen Sie an München?

"Berlin ist auch eine tolle Großstadt – verrückt und hier ist alles größer, lauter, wilder und krasser! München ist für mich als echtes Münchner Kindl die Stadt meines Herzens."

Wie war Ihr erstes Treffen mit Rocky?

"Sehr aufregend, weil wir uns ja erstmal gegenseitig beschnuppern mussten und ich großen Respekt vor ihm hatte. Aber dadurch, dass ich selbst mit einem Hund aufgewachsen bin, kenne ich natürlich um die Verhaltensweisen gegenüber einem Hund. Rocky hat ein so gutes Wesen, dass wir uns sehr schnell angefreundet haben!"

Wie muss man sich eine Drehszene mit einem Hund vorstellen? Gibt es dabei besondere Herausforderungen und wenn ja, welche?

"Es gibt besondere Herausforderungen, beispielsweise erfordert der Dreh mit einem Hund eine große Flexibilität. Zum Beispiel kann man NIE davon ausgehen, dass er genau das macht, was wir geprobt haben, und man muss dann darauf reagieren. Er läuft auf einmal links statt rechts neben dir, bleibt zwischendurch stehen oder wittert irgendetwas und will in diese Richtung. Man spielt trotzdem die Szene, hat aber immer diese Variable dabei, was es –wie ich finde– sehr spannend macht, da man immer aufmerksam bleiben muss."

Wie würden Sie Elias und seinen Partner Rocky beschreiben?

"Elias ist ein charmanter, manchmal chaotischer Dickkopf, der immer weiß, wo es langgeht, außer bei Frauen. Rocky ist ein vor Kraft strotzender, sabbernder, aber sehr liebenswerter Dickkopf, der ebenfalls weiß,wo es langgeht – aber auch bei Frauen."

Welche Drehszene mit Rocky war bisher am lustigsten?

"Ich erinnere mich an eine Szene mit Franziska im Auto bei einem sehr ernsten Gespräch. Rocky saß auf der Rückbank. An der dramatischsten Stelle kam von hinten ein lauter Schnarcher von Rocky. Wir mussten abbrechen und haben die Szene danach auch fast nicht mehr spielen können, da wir so herzhaft lachen mussten."

Wie sieht das Verhältnis zwischen Jens und Rocky in Drehpausen aus – haben sie beide sich auch privat „lieb gewonnen“?

"Und wie! Am liebsten würde ich ihn adoptieren. Wir haben eine ganz intensive Beziehung zueinander, reden in den Drehpausen miteinander, machen Quatsch und haben sehr viel Spaß! Und natürlich habe ich immer Leckerlies in der Tasche."

Sie sind mit einem Hund aufgewachsen. Haben Sie ein ähnlich prägendes –wenn auch nicht unbedingt so schmerzhaftes– Erlebnis mit ihm, wie Elias mit Rocky zu Beginn der Serie?

"Ja, das hatte ich. Als ich etwa 13 Jahre alt war, war unser Mischling Rio, in dem auf jeden Fall ein Riesenschnauzer drin war, etwa drei, vier Jahre alt und völlig übermütig. Beim Spielen auf einem Feld rannte er einem Ball hinterher und war so darauf fixiert, dass er nichts anderes mehr wahrgenommen hat – auch mich nicht und hat mich einfach voll umgerannt."

Was schätzen Sie an Ihrer Schauspielkollegin Franziska Wulf?

"Franzi ist ein Glücksgriff, wir verstehen uns großartig! Sie ist eine tolle Schauspielerin, mit der man auch –wenn erforderlich –wunderbar improvisieren kann. Das kann man nicht mit jedem."

Elias fährt ein tolles altes Dodge-Cabrio –haben Sie auch ein Faible für Oldtimer?

"Ja, ich habe ein Oldtimer-Mofa –eine Schwalbe, aber leider habe ich zu wenig Zeit zum Schrauben."

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